HELMUT LANG

DER UNERREICHTE, EPOCHALE KREATEUR DER COOLNESS

Es sind die 80er. Die Mode ist schrill, schräg und bunt. Die extravaganten Kreationen von Thierry Mugler, Claude Montana und Jean-Paul Gaultier dominieren die Modewelt.

Da eröffnet in Wien ein 23-jähriger Autodidakt seine erste eigene Boutique – und schreibt damit das erste Kapitel einer unglaublichen Erfolgsgeschichte.

Helmut Langs schlichten, tragbaren Entwürfe stehen im krassen Gegensatz zum Geschmack der Zeit und finden im Rahmen einer Wien-Austellung in Paris großen Anklang. 1986 gründet Lang deshalb sein gleichnamiges Label. Mit seinen minimalistischen Kreationen aus High-Tech Materialien wie Nylon und Gummi gelingt Helmut Lang zu Beginn der 90er Jahre der internationale Durchbruch. Trotz seines großen Erfolges bleibt Lang seiner Heimatstadt Wien treu und unterrichtet an der Universität für angewandte Kunst in Wien eine Modeklasse.

Erst 1998 übersiedelt "der Vater der Coolness" nach New York, unter seinen Anhängern, vorwiegend Kreative und Intellektuelle, genießt er Kultstatus. Puristische Schnitte, Unabhängigkeit von Trends, schmale Konturen, Schwarz, Beige, Weiß sind die Markenzeichen seiner Mode.

2005 scheidet Helmut Lang aus dem Unternehmen aus, widmet sich fortan der Kunst. Doch der Mythos seiner Mode ist ungebrochen, nach einigen turbulenten Jahren kehrt das Label 2011 wieder auf die New Yorker Fashion Week zurück.

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